Farbkontraste

 

Typografische Kontraste

Einleitung

Kontrast & Wirkung

Bei fast allen Gestaltungen gibt es gewollte, deutlich sichtbare und oder unbewusste Kontraste die das menschliche Auge wahrnimmt. Selbst bei der Verwendung von nur einer Farbe ergibt sich automatisch ein Kontrast gegenüber der jeweiligen Umgebung.

Durch die Mischung verschiedener Kontraste kann allein mit Farben eine, für den Betrachter sehr interessant wirkende Gestaltung erarbeitet werden. Dazu kommen Kontrastwirkungen von Objekten, Schrift und Bildern die, zeilgruppen gerecht aufbereitet, einen sehr hohen emotionalen und werbewirksamen Effekt beim Betrachter hervor rufen können.

Der gezielte Einsatz von Kontrasten in der Gestaltung ist daher eine der bevorzugten Methoden für das Erlangen von Aufmerksamkeit. Das Wahrnehmen ist ein komplexer Vorgang. Einzelgegenstände werden nicht nur als Farben und Formen erkannt, sondern auch in Beziehung zueinander gesetzt. Kontraste sind diese Beziehungen - Farbkontraste sind Wechselwirkungen zweier oder mehrere Farben untereinander - Farben beeinflussen sich gegenseitig.

Kontraste werden von unserer Wahrnehmung derart ausgewertet, dass Ähnlichkeiten einander angeglichen und Unterschiede verstärkt werden. Der Sinn aller Kontrasterscheinungen besteht darin, die Vielfalt des Gesehenen zu ordnen und zusammenzufassen, Einzelheiten hervorzuheben und Wichtiges von Unwichtigem zu Trennen.

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12teiliger Farbkreis nach Johannes Itten
Allgemeines zu Farbkontrasten

Von Kontrast spricht man, wenn zwischen zwei zu vergleichenden Farbwirkungen deutliche Unterschiede oder Intervalle festzustellen sind. (Itten).

Wenn also im Vergleich zwischen zwei oder mehreren nebeneinanderliegenden Farben deutlich erkennbare Unterschiede bestehen, ist ein Farbkontrast wahrnehmbar. Farbwirkungen können durch Kontrastfarben gesteigert oder auch geschwächt werden. Farben sind in ihrer Wahrnehmung einem stetigen Wechsel unterzogen, sie unterscheiden sich durch drei grundsätzlich unterschiedliche Faktoren:

- Farbton (Wellenlänge)

- Helligkeit (lichtintensität)

- Sättigung (Reinheitsgrad)

Alle Farbkontraste beziehen sich auf ein, zwei oder alle drei dieser Faktoren, wobei einer dominiert. Künstler und Wissenschaftler, wie Göthe, Hölzel und Itten, haben auf die Beduetung der verschiedenen Farbkontraste hingewiesen. Zur Kösung von gestalterischen Aufgaben sind die Farbkontraste eine Basis und Orientierungshilfe.

Für die Praktische Arbeit ist es aber wichtig zu wissen, dass bei nahezu allen Farbkombnationen mehr als ein Farbkontrast zur Wirkung kommt und sich diese auch in ihrer Wirkung überlagern. Ferber ist zu beachten, dass Farbangaben, wie z.B. Rot ein sehr breites Spektrum von Farbnuancen beinhalten, die hier gemachten Aussagen aber nur für das zugrundeliegende Farbmodell passen. Für den Bereich der Farbkontraste sind hier vor allem die Farbordnungssysteme von Göthe und Itten von Bedeutung, welche sich von modernen Farbordnungssystemen deutlich untercheiden.

(http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/gestaltung/fb/farbe/kontrast/index.html)

Kontrast & Wirkung

Bei fast allen Gestaltungen gibt es gewollte, deutlich sichtbare und oder unbewusste Kontraste die das menschliche Auge wahrnimmt. Selbst bei der Verwendung von nur einer Farbe ergibt sich automatisch ein Kontrast gegenüber der jeweiligen Umgebung.

Durch die Mischung verschiedener Kontraste kann allein mit Farben eine, für den Betrachter sehr interessant wirkende Gestaltung erarbeitet werden. Dazu kommen Kontrastwirkungen von Objekten, Schrift und Bildern die, zeilgruppen gerecht aufbereitet, einen sehr hohen emotionalen und werbewirksamen Effekt beim Betrachter hervor rufen können.

Der gezielte Einsatz von Kontrasten in der Gestaltung ist daher eine der bevorzugten Methoden für das Erlangen von Aufmerksamkeit.

Auch die Beschäftigung mit der Wahrnehmungspsychologie des Menschen hat Einfluß auf die Systematisierung von Farbeindrücken genommen. So hat man herausgefunden, daß es bestimmte stark gegensätzliche Farb- und Helligkeitskombinationen gibt, die in ihrem Zusammenspiel die Wahrnehmung des Menschen anders beeinflussen als wenn sie allein auftreten. Treten solche Abb. Im Farbkreis einander gegenüber liegende Farben werden Komplementär- oder Ergänzungsfarben, genannt, da sie sich subtraktiv zu Schwarz ergänzen.Im Farbkreis liegen die Grundfarben einer Farbmischung ihren Sekundärfarben gegenüber. Wirkungen durch stark gegensätzliche Farb- oder Helligkeitspaare auf, so spricht man auch von Kontrasten.

Farbenordnungssysteme

Seitdem sich Menschen aus wissenschaftlichem oder künstlerischem Interesse mit Farbe als Sinneseindruck beschäftigen, waren sie bestrebt, diese Farbeindrücke systematisch zu ordnen. Hierbei entstanden in den vergangenen Jahrhunderten einige bedeutende Modelle (u. a. von Goethe, Itten, Mayer und Hickethier), von denen an dieser Stelle jedoch nur die Modelle betrachtet werden sollen, die für ein Verständnis der in der Druckindustrie gebräuchlichen Anwendungen von Farbe wichtig sind. Der einfachste Aufbau einer zweidimensionalen Ordnungssystematik für Farben stellt der sogenannte Farbkreis dar. In ihm sind die Farben des Spektrums des sichtbaren Lichtes kreisförmig dargestellt, zusammengefaßt zu einer reduzierten Anzahl von Einzelfarben. Trotz der reduzierten Anzahl der dargestellten Farben wird aber die Reihenfolge des Auftretens der Farben im Spektrum eingehalten, das heißt die Farben sind, wie im Spektrum, ihrer Wellenlänge nach (von Blau über Grün zu Rot) angeordnet.

Als Besonderheit sei hier die Entstehung des Farbtons Magenta angemerkt. Da Magenta nicht als Einzelfarbe (monochromatisches Licht) im Spektrum enthalten ist, muß man sich die Entstehung der Anordnung von Magenta im Farbkeis folgendermaßen vorstellen:

Man fügt gewissermaßen die Enden des Spektralbandes zusammen. Dabei entsteht aus der Mischung von monochromatischem Blau und Rot der Farbton Magenta. Die elementarste und wichtigste Darstellung von Farben in einem Kreis ist die Anordnung der sechs Grundfarben der additiven und subtraktiven Farbmischung, also ein Kreis mit den Farben Rot, Blau und Grün sowie Cyan, Magenta, Gelb. Dieser sogenannte sechsteilige Farbkreis zeigt folgende Anordnung der Farben:

Beispiel für den Fall einer autotypischen Farbmischung Die einfachste Möglichkeit eines Ordnungssytems für Farben ist der Farbkreis.

Der sechsteilige Farbkreis enthält die sechs Grundfarben der additiven und der subtraktiven Farbmischung. Die Anordnung der Farben folgt dabei automatisch (weil durch die Anordnung im Spektrum vorgegeben) einer ganz bestimmten Systematik:

1. Zunächst liegt zwischen zwei Farben des Farbkreises jeweils die Mischfarbe dieser beiden Farben.

2. Betrachtet man den Farbkreis als Systematik zur Beschreibung der subtraktiven Farbmischung, so liegt den drei Grundfarben (Cyan, Magenta und Gelb) im Farbkreis jeweils ihre sogenannte Komplementärfarbe (Ergänzungsfarbe) gegenüber. Man spricht von Ergänzungsfarben, da sich Grund- und Komplementärfarbe zur Tertiärfarbe (Schwarz) ergänzen. Die drei Komplementärfarben sind also gleichzeitig die Sekundärfarben dieser Farbmischung.

Es ergeben sich demnach folgende Grund-und Komplementär-Farbenpaare:

1. Cyan - Rot / 2. Magenta - Grün / 3. Gelb - Blau

Betrachtet man den Farbkreis als Grundlage zur Beschreibung der additiven Farbmischung, gilt die gleiche Systematik, es wird nur von den Grundfarben Rot, Grün und Blau ausgegeangen. Die Komplementärfarben zu Rot, Grün und Blau sind die subtraktiven Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb. Die entstehenden Farbenpaare sind also gleich, nur die Ergänzung von Grund- und Komplementärfarben ergibt in diesem Fall Weiß (Tertiärfarbe der additiven Farbmischung). Man kann die Darstellung des nur aus sechs Farben bestehenden Kreises
ohne weiteres auf eine größere Anzahl Farben erweitern.
Eine weitere gebräuchliche Variante ist der zwölfteilige Farbkreis. In ihm werden neben den sechs Grundfarben sechs weitere Zwischentöne dargestellt.

Es ergibt sich eine Anordnung von zwölf Farbtönen. Auch in diesem Farbkreis gilt die oben genannte Systematik der gegenüberliegenden Komplementärfarben. Unter den zweidimensionalen Modellen zur Farbenordnung gibt es neben der kreisförmigen Anordnung auch Darstellungen, die sich der Quadrat- oder Dreiecksform bedienen. Eine dreieckige Darstellung ist z. B. Grundlage der wichtigsten Modellvorstellung im Bereich der Farbmetrik (Farbmeßtechnik) geworden.

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