| Allgemeines zu Farbkontrasten
Von Kontrast spricht man, wenn zwischen zwei zu vergleichenden Farbwirkungen deutliche Unterschiede oder Intervalle festzustellen sind. (Itten).
Wenn also im Vergleich zwischen zwei oder mehreren nebeneinanderliegenden Farben deutlich erkennbare Unterschiede bestehen, ist ein Farbkontrast wahrnehmbar. Farbwirkungen können durch Kontrastfarben gesteigert oder auch geschwächt werden. Farben sind in ihrer Wahrnehmung einem stetigen Wechsel unterzogen, sie unterscheiden sich durch drei grundsätzlich unterschiedliche Faktoren:
- Farbton (Wellenlänge)
- Helligkeit (lichtintensität)
- Sättigung (Reinheitsgrad)
Alle Farbkontraste beziehen sich auf ein, zwei oder alle drei dieser Faktoren, wobei einer dominiert. Künstler und Wissenschaftler, wie Göthe, Hölzel und Itten, haben auf die Beduetung der verschiedenen Farbkontraste hingewiesen. Zur Kösung von gestalterischen Aufgaben sind die Farbkontraste eine Basis und Orientierungshilfe.
Für die Praktische Arbeit ist es aber wichtig zu wissen, dass bei nahezu allen Farbkombnationen mehr als ein Farbkontrast zur Wirkung kommt und sich diese auch in ihrer Wirkung überlagern. Ferber ist zu beachten, dass Farbangaben, wie z.B. Rot ein sehr breites Spektrum von Farbnuancen beinhalten, die hier gemachten Aussagen aber nur für das zugrundeliegende Farbmodell passen. Für den Bereich der Farbkontraste sind hier vor allem die Farbordnungssysteme von Göthe und Itten von Bedeutung, welche sich von modernen Farbordnungssystemen deutlich untercheiden.
(http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/gestaltung/fb/farbe/kontrast/index.html)
Kontrast & Wirkung
Bei fast allen Gestaltungen gibt es gewollte, deutlich sichtbare und oder unbewusste Kontraste die das menschliche Auge wahrnimmt. Selbst bei der Verwendung von nur einer Farbe ergibt sich automatisch ein Kontrast gegenüber der jeweiligen Umgebung.
Durch die Mischung verschiedener Kontraste kann allein mit Farben eine, für den Betrachter sehr interessant wirkende Gestaltung erarbeitet werden. Dazu kommen Kontrastwirkungen von Objekten, Schrift und Bildern die, zeilgruppen gerecht aufbereitet, einen sehr hohen emotionalen und werbewirksamen Effekt beim Betrachter hervor rufen können.
Der gezielte Einsatz von Kontrasten in der Gestaltung ist daher eine der bevorzugten Methoden für das Erlangen von Aufmerksamkeit.
Auch die Beschäftigung mit der Wahrnehmungspsychologie des Menschen hat Einfluß auf die Systematisierung von Farbeindrücken genommen. So hat man herausgefunden, daß es bestimmte stark gegensätzliche Farb- und Helligkeitskombinationen gibt, die in ihrem Zusammenspiel die Wahrnehmung des Menschen anders beeinflussen als wenn sie allein auftreten. Treten solche Abb. Im Farbkreis einander gegenüber liegende Farben werden Komplementär- oder Ergänzungsfarben, genannt, da sie sich subtraktiv zu Schwarz ergänzen.Im Farbkreis liegen die Grundfarben einer Farbmischung ihren Sekundärfarben gegenüber. Wirkungen durch stark gegensätzliche Farb- oder Helligkeitspaare auf, so spricht man auch von Kontrasten. |